Ich kann euch garnicht sagen wie wenig ich die Tage vorher geschlafen habe. Ich war ziemlich nervös vor dem ersten von vier Drehtagen. Zum Glück war unserer Kameramann und sein Team richtig cool drauf. Als wir gehört haben das er zuvor noch mit den Geissens und den Wollnys gedreht hatte stieg meine Nervosität dann doch ziemlich an, für einen kurzen Moment.
Das änderte sich wieder als wir wussten was nun auf uns zu kam und das wir keine Situation stellen mussten. Zugegeben das war am Ende dann doch manchmal etwas gestellt aber trotzdem irgendwie ganz locker.
Nun ging es direkt los für uns nach einem kurzen kennen lernen. Irgendwie hatte ich mir vorgestellt das vielleicht jemand noch nach meinen Haaren und meinem Make up guckt aber das war leider nicht so und wohl nur eine Wunschvorstellung in meinem Kopf. Also gut dann ging es halt los ohne Beauty Check. Das Licht wurde ausgerichtet und mitten auf der Stallgasse ein großer Ballen Stroh Platziert. Als Decke diente dann mein Alpenpad Blanket.
Bei dem Scheinwerfer Licht waren meine ersten Gedanken direkt ob man wohl in der Nahaufnahme meine Falten sieht. Mit 36 bleiben die nunmal leider nicht aus. Wir starteten mit den Interviews.
Erst wurden wir einzeln und dann zusammen interviewt. Ich sage euch diese haben eine Ewigkeit gedauert und die meiste Zeit eingenommen.
Als wir diese geschafft hatten kam am zweiten Drehtag ein neues Team. Wir mussten erstmal miteinander warm werden da wir uns nicht ganz einig waren was wir drehen. Aber als alles klar war haben wir erst den Austrieb unserer Wagyu Rinder gefilmt und im Anschluss noch das Training für das anstehende Rodeo. Seit Tagen waren wir bereits in den Vorbereitungen. Der Hof wurde gesäubert und alles aufgebaut was wir für dieses Event brauchten. Diese Veranstaltung lockt circa 3000 Besucher auf unseren Hof.
Am Tag der Wahrheit startet es dann sehr Turbulent in den dritten Drehtag. Ich ritt meine Prüfungen schon früh am Morgen während mein Mann noch versuchte mit dem Hoftrac und Holzplatten die Wege trocken zu legen. Leider hatte es nämlich am Abend vorher sehr stark geregnet so das sie Autos mit den Pferdeanhängern Probleme hatten auf die Weide zu kommen auf der sie Parken sollten. Wir wurden an diesem Drehtag von zwei Kamera Teams begleitet. Nervös war ich tatsächlich nicht mehr. Es wurde zum Ende des Tages nur immer anstrengender alle Fragen zu beantworten. Mein großer Sohn ritt an diesem Tag auch das erste mal mit. Die liebe Miriam Richter hat mir dieses schöne Bild von uns beim Warten festgehalten. Mein Mutterherz hat Riesen Sprünge gemacht und ich bin immer noch sehr Stolz das er sich getraut hat mit zu reiten. Am ende gab es dann noch einen kleinen Pokal für alle Kinder. Die Emsland Speed Rodeo Association organisiert jedes Jahr zahlreiche Rodeos für Kinder und Erwachsene.
Wusstet ihr eigentlich wie unangenehm es ist beim essen gefilmt zu werden? Ich auch nicht bis zu diesem Tag. Denn am Tagesabschluss begleitete uns das Team noch zum Abendessen in den Saloon. Das fand ich schon sehr merkwürdig und bei der Ausstrahlung war ich doch froh das es nicht dabei war. Glücklich und geschafft beendeten wir den dritten Drehtag dann.
Fazit und der letzte Drehtag
An Tag vier gab es dann nochmal einen halben Tag Interviews. Als wir die Geschafft hatten waren wir richtig erleichtert. Hut ab vor allen die das jeden Tag machen. Es ist wirklich richtig anstrengend sich so lange zu konzentrieren. Beim fragen beantworten muss man dann noch darauf achten wie man sitzt oder gesessen hat. Immer in die richtige Richtung gucken und manche Fragen wirklich oft nochmal beantworten. Das kann dann am Ende eines Tages ganz schön an den Nerven zehren.
Die ausstrahlung im tv
Kann man noch nervöser sein als vor dem Dreh selbst? JA ! Noch aufgeregter war ich vor der Ausstrahlung. Mich plagen immer furchtbare Selbstzweifel und das machte mich richtig nervös. Habe ich das richtige gesagt? Was wurde zusammen geschnitten und wie komme ich eigentlich rüber im Fernsehen. Und was um Himmels willen denken wohl alle die mich kennen?
Meine Angst war wie so oft völlig unbegründet. Erstmal mussten wir wirklich lange warten bis wir dran waren und dann waren wir am Ende in zwei Folgen von vieren dabei. Es gab mehrere Höfe und jeder hatte ungefähr 20 bis 25Minuten Sendezeit. Wir kamen sehr sympathisch rüber wurde uns als Feedback gegeben und irgendwie waren wir dann doch alle erleichtert. Es war auf jeden fall ein besonderes Erlebnis einmal Teil einer TV Produktion zu sein.
Auf Joyn könnt ih die Folgen anschauen. Yiehaa heißt die Sendung.
